Erste Hilfe - Notfallmaßnahmen

Sollte es zu einem Unfall kommen, gilt als erstes RUHE BEWAHREN!! Das verletzte Tier ist mit Sicherheit bereits genug in Panik und sein Zustand wird sich durch Ihre Aufregung nicht verbessern.
Wichtig ist es, bei einem Unfall oder einer Verletzung sicherzustellen, dass das verunfallte Tier am Leben bleibt. Hiernach ist zu entscheiden, ob Sie zuerst Erste Hilfe leisten oder zuerst zum Telefon laufen und einen Notruf absetzen. Ist eine zweite Person zugegen, bleibt immer einer bei dem verletzten Tier und der andere holt Hilfe. Beachten Sie jedoch, dass Sie so überlegt handeln, dass weder Sie selbst noch andere Hilfeleistende in Gefahr gebracht werden!

Es kann erforderlich sein, das verletzte Tier zu sichern. Dies hilft Ihnen z.B. bei einem misstrauischen oder fremden Hund oder verhindert ein Zubeißen des Tieres bei schmerzhaften Verletzungen.
Zum Sichern des Hundes empfehlen sich folgende Maßnahmen:

Schnauze zubinden

Das Tuch oder die Binde wird von unten um die Schnauze gelegt und oben zusammengezogen,

die freien Enden kreuzen unter der Schnauze und
werden nach hinten gezogen,

unter den Ohren durchgeführt und hinter dem Kopf verknotet.

Zum Schnauze zubinden eignen sich eine Binde, eine Leine, ein Schal, eine Krawatte oder ein langer Strick. Achten Sie darauf, dass die Schnauze auf keinen Fall zugebunden wird, wenn der Hund an Schnauze, Lefzen oder Nase verletzt ist, dort blutende Wunden hat oder unter Atemnot leidet!!

Maul öffnen

Greifen Sie mit einer Hand von oben über die Schnauze des Hundes und schieben die Lefzen über die Zähne
 

umfassen Sie mit der anderen Hand den Unterkiefer hinter den Eckzähnen und drücken ihn nach unten

Üben Sie das Maulöffnen regelmäßig mit Ihrem Vierbeiner, Sie kommen immer wieder auch in alltägliche Situationen, wo der Hund sich ins Maul schauen lassen muss (z.B. Zähne kontrollieren, Fremdkörper aus dem
Maul nehmen, Tierarztbesuch, Ausstellungen...).
 

Hinlegen und am Aufstehen hindern

 stehen oder knien Sie an der Seite des Hundes (möglichst rechts) und beugen sich über ihn
 fassen Sie über den Rücken hinweg das Vorder- und Hinterbein der Ihnen zugewandten Seite
 ziehen Sie das Beinpaar unter dem Körper des Hundes (von Ihnen weg) hindurch, bis der Hund auf die Seite
 kippt
 stützen Sie den Hund mit ihrem Oberkörper und den Schenkeln ab und lassen Sie ihn sanft zu Boden gleiten
 halten Sie die unten gelegenen Beine gestreckt, damit der Hund nicht wieder aufstehen kann
 lassen evtl. eine Hilfsperson die Schulter des Hundes auf den Boden drücken

Bitte üben Sie alle diese Maßnahmen regelmäßig mit Ihrem Hund, damit er in den entscheidenden Moment Vertrauen zu Ihnen hat und sich gegen Ihre Hilfeleistung nicht zur Wehr setzt.

Prüfung der Vitalfunktionen
 

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