|
Akupressur / Massagen
Sicher streicheln Sie Ihren Hund
gern - was ist daher einfacher, als hier einmal einige Massagegriffe zu
versuchen.
Es gibt viele Möglichkeiten der Massage, so z.B. Reflexzonen-Massage, Akupressur
und Tellington Touch. Sie bekommen hier einige praktische Massagegriffe aus den
verschiedenen Techniken erläutert, die Sie im täglichen Umgang mit Ihrem Hund
einfach anwenden können.
Bitte beachten Sie, dass bei Unfällen oder Krankheiten Ihres Tieres zuerst eine
gesicherte Diagnose feststehen muss, Sie können dann mit den Massagegriffen die
Heilung begleiten und unterstützen.
Die Notfallpunkte
Zuerst möchte ich Ihnen die sogenannten Notfallpunkte vorstellen. Durch Druck
und Massage können Sie hier Ihrem Hund bei Schock oder Kreislaufproblemen
helfen. Die folgende Grafik veranschaulicht die Lage der Punkte:

Die Notfallpunkte sollten bei
Schocksituation kräftig massiert werden. Schocksituationen sind z.B. Unfälle,
Raufereien, Allergien, Vergiftungen oder Kreislaufprobleme. Sie können hierdurch
Ihren Hund aus einer bereits eingetretenen Bewusstlosigkeit holen und ihm damit
das Leben retten.

Die Massage
Sie können Ihrem Hund durch eine Massage etwas Gutes tun, ohne dass Sie
besondere Kenntnisse besitzen müssen. Wir nutzen die Massage, um die
Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren, Verspannungen und Verkrampfungen
zu lösen, das Immunsystem zu stärken und die Durchblutung zu fördern. Wie Sie
arbeiten, ist Ihnen überlassen. Sie können Ihren Hund sanft streicheln, mit der
ganzen Handfläche oder mit den Fingerkuppen in kreisenden Bewegungen über den
Körper gehen, die Haute rollen oder verschieben. Sie sehen, es gibt viele
Möglichkeiten, probieren Sie es einmal aus, Sie werden merken, was Ihrem Hund am
angenehmsten ist.
Fangen Sie immer am Kopf an und arbeiten sich bis zum Ende der Rute vor, dann
folgen die Beine. Massieren Sie mit sanftem Druck beide Körperseiten, wenn
möglich gleichzeitig. Sollte dies nicht möglich sein, legen Sie den Hund auf
eine Seite und massieren jede Seite einzeln. Eine Massagesitzung kann ca. 5 bis
15 Minuten dauern, zum Schluss streichen Sie den Körper noch aus. Führen Sie die
flache Hand vom Kopf zum Rutenende, über die Beine und ein Stück darüberhinaus.
Sie können die Massage ein- bis zweimal am Tag anwenden.
Möchten Sie Verspannungen
lockern, wenden Sie die Hautrollen an. Sie beginnen wieder am Kopf und bilden
eine kleine Hautrolle zwischen Daumen und Zeigefinger. Gleiten Sie nun am Körper
entlang und bilden Sie dabei immer wieder neue Rollen, indem Sie mit den anderen
Fingern von unten nachschieben. Massieren Sie den Rücken und die Seiten Ihres
Hund 2-3 mal. Auch dies können Sie ein- bis zweimal täglich durchführen.
Haben Sie an einigen Stellen
Verhärtungen der Muskeln bemerkt, können Sie diese durch kreisende Bewegungen
des Zeige-, Mittel- und Ringfingers (je nach Größe der Fläche) lockern. Fangen
Sie mit leichtem Druck an und verstärken Sie diesen je nach
Schmerzempfindlichkeit des Hundes. Massieren Sie solange, bis Sie merken, dass
die Verhärtung weicher wird. Diese Massage kennen Sie sicher auch aus eigener
Erfahrung.
Nun noch einige
Punkte, mit denen Sie Ihrem Hund in Angstsituationen helfen können.

Massieren die Punkte 3-5 bitte
vorsichtig mit leichtem Druck und ohne hastige Bewegungen. Eine Bearbeitung der
Angstpunkte empfiehlt sich z.B. bei einem Tierarztbesuch. Sie können sie im
Wartezimmer massieren oder je nach Grund des Besuches auch im Behandlungszimmer.
Sitzt Ihr Hund z.B. auf dem Behandlungstisch und dürfen Sie während der
Behandlung Ihr Tier anfassen, so können Sie hervorragend den Punkt 1 mit
kreisenden Bewegungen stimulieren. Bitte beachten Sie, dass bei kupierten Hunden
Punkt 2 nicht mehr vorhanden ist!!
Probieren einfach einmal die
verschieden Griffe aus, einen Vorteil hat es ganz bestimmt - Sie verbringen Zeit
mit Ihrem Hund und stärken so das Verhältnis und Vertrauen zwischen sich!
|